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„Den Rest macht hoffentlich die Putzfrau!“
(Zitat einer Kunststudentin, die meinen Kaffee ausgeschüttet hatte
und die Pfütze nur notdürftig wegwischte)
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Ich versuche die prekären
Arbeitsbedingungen durch jenen Kernbereich gesellschaftlich notwendiger
Arbeit darzustellen,
auf den niemand verzichten kann und will. Reinigungsarbeit ist notwendig
und lebenserhaltend. Trotzdem wird sie miss-
achtet und nicht zur Kenntnis genommen.
Aus allen Teilen der Welt kommen Frauen in die westlichen
Industriestaaten um diese Tätigkeiten zu verrichten, die seit
Jahrhunderten als weiblich gelten.
Migrantinnen erfahren neben den gesetzlichen Hürden am österreichischen
Arbeitsmarkt oft noch mehr Benachteiligungen
als männliche Zuwanderer. Sie sind nicht nur aufgrund der ausländischen
Staatsbürgerschaft Diskriminierungen ausgesetzt
sondern haben es auch als Frau deutlich schwerer. Durch immer wieder
auftretende Stigmatisierungen und Rassismen ver-
lieren Einwanderinnen ihr Selbstvertrauen und akzeptieren es, putzen zu
gehen auch wenn sie hoch qualifiziert sind.
In meiner künstlerischen Arbeit werden fünf Frauen gezeigt, die
verschiedenen Putztätigkeiten nachgehen.
Die Darstellungen unterscheiden sich durch ihre Haltungen und auch durch
äußere Attribute welche verschiedene Nationalitäten andeuten.
Durch Erlebnisse mit Mitmenschen ist mir aufgefallen, dass man die
Wahrnehmung von Putzfrauen in unserer Gesellschaft
analog setzen kann mit den Erzählungen von Heinzelmännchen/fräuleins. Sie
verrichten die Arbeit, die keiner machen will zu
einer Uhrzeit, wo sonst niemand anzutreffen ist. Durch diesen
Vergleich entschied ich mich auch für die Größe der Figuren.
Bei der Farbgebung und Präsentation der Plastiken war es mir wichtig
auf die Unauffälligkeit, deretwegen Reinigungskräfte auch oft
„dienstbare Geister“ genannt werden, hinzuweisen und beließ den Ton
deshalb so wie er aus dem Ofen kommt ohne eine weitere
Behandlung der Oberfläche. Eine typisch museale Präsentationsform
würde ebenfalls diesen Eindruck des Geisterhaften zerstören.
Die Verwendung von realen Putzutensilien schafft einen Kontext zum
eigenen Erleben,
da jede/r schon selbst Erfahrungen mit Reinigungsarbeiten gemacht
hat.
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