Allzweckreinigerinnen
Ich versuche hier die prekären Arbeitsbedingungen durch jenen Kernbereich gesellschaftlich notwendiger Arbeit darzustellen, auf den niemand verzichten kann und will. Reinigungsarbeit ist notwendig und lebenserhaltend. Trotzdem wird sie missachtet und nicht zur Kenntnis genommen. Migrantinnen erfahren neben den gesetzlichen Hürden am österreichischen Arbeitsmarkt oft noch mehr Benachteiligungen als männliche Zuwanderer. Sie sind nicht nur aufgrund der ausländischen Staatsbürgerschaft Diskriminierungen ausgesetzt sondern haben es auch als Frau deutlich schwerer. Durch immer wieder auftretende Stigmatisierungen und Rassismen verlieren Einwanderinnen ihr Selbstvertrauen und akzeptieren es, putzen zu gehen, auch wenn sie hoch qualifiziert sind.
Durch Erlebnisse mit Mitmenschen ist mir aufgefallen, dass man die Wahrnehmung von Putzfrauen in unserer Gesellschaft analog setzen kann mit den Erzählungen von Heinzelmännchen/fräuleins. Sie verrichten die Arbeit, die keiner machen will zu einer Uhrzeit, wo sonst niemand anzutreffen ist. Bei der Farbgebung und Präsentation der Plastiken war es mir wichtig auf die Unauffälligkeit, deretwegen Reinigungskräfte auch oft „dienstbare Geister“ genannt werden, hinzuweisen und beließ den Ton deshalb so wie er aus dem Ofen kommt ohne eine weitere Behandlung der Oberfläche. Eine typisch museale Präsentationsform würde ebenfalls diesen Eindruck des Geisterhaften zerstören.
All-purpose Cleaners
The work "All-purpose Cleaners" looks at the situation of female migrants who live and work in Austria. Many of those women work in little-respected and unqualified jobs. Social and legal discrimination make career advancement impossible for them. Female migrants typically work in fields that are largely avoided by Austrian workers because of low wages or difficult and stressful conditions.
The project "All-purpose Cleaners" focuses on a work area which is essential in our society, to show the precarious conditions those women have to face. Cleaning is important and essential for health. Desite this, cleaning work is disrespected and ignored.
With a realistic, but scaled-down representation of cleaning women, I am trying to show the social structures of dominance and subordination. The way cleaning women are perceived is similar to the representation of mythological brownies. They do work no one else wants to do at a time when so student, bank klerk, salesperson, customer, paser-by, waiter/waitress etc. is seen on the streets. This is expecially true for illegal workers. They live in our mids, but secretly and in hiding, and we do not even notice them most of the time.